Widersprüche im Arbeitsschutz, Teil IX/XII – Ein dummer Unfall!

Es gibt keine intelligenten Unfälle!

Im Nachhinein betrachtet kann jeder Unfall als „DUMM“ bezeichnet werden. Im Nachhinein weiß jeder sofort, was man hätte tun können/müssen. Geht eine Kommission bei einer Unfallanalyse mit der Voreinstellung in ein Gespräch, dass der Unfall aus „Dummheit“ geschehen ist, werden die Fragestellungen mit hoher Wahrscheinlichkeit so lauten, dass diese Haltungen Bestätigung findet.

Die rein verbale Betonung, dass kein Schuldiger gesucht wird, sondern nur die faktischen Ursachen, hilft nicht weiter, wenn das Image eines Unfall-Analysegesprächs bereits als „Tribunal“ verschrien ist. Sitzt ein Verunfallter mit 3 oder 4 Teilnehmern ja am Tisch, die er sonst nur aus der Werkszeitschrift kennt, reicht diese Situation aus, um sich sehr klein vorzukommen. Wenn dann noch das Analysebuch zugeklappt wird, nachdem der Verunfallte gesagt hat: „…muss ich wohl einen Fehler gemacht haben.“, bestätigen sich die Vorahnungen aller Teilnehmer. Für die Analysten ist nach einer solchen Aussage klar: „Der Unfall war verhaltensbedingt!“

Eine solche Vorgehensweise führt zur Einschüchterung des Delinquenten. Das Ergebnis hilft nicht bei der Vermeidung zukünftiger Ereignisse.

Was kann getan werden, damit der Zufall keine Chance hat?

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